Cellesche Zeitung vom 08. Juli 2004 aus der Serie Raus in die Region":

Celler Urgestein erklärt die Heideblüte
Ohne Hermann Löns kein Tourismus"

Busfahrt durch die Südheide gibt Überblick über Schönheiten der Region

CELLE. „Ich bin der Hannes. Herzlich willkommen bei uns in der Südheide! Heute begleite ich Sie zu den schönsten Plätzen unseres Naturparks. Ich hoffe, dass ich auf all Ihre Fragen eine Antwort geben kann, stellen Sie mich auf die Probe." So sympathisch und aufgeschlossen stellt sich Hans Rominger (67) aus Habighorst seinen Gästen vor. Meistens steigt er in Celle in den Bus einer Gruppe, um von dort aus seinen Busbegleitservice zu beginnen. In den folgenden Stunden wird er von bäuerlichem Brauchtum, Heidschnucken und der abwechslungsreichen Landschaft des Naturparks erzählen und so manche Insider-Information aus seiner Heimat weiter geben.

Die Heide ist seine Heimat, hier kennt er sich aus: Hans Rominger zeigt Ausflüglern die Schönheiten des Celler Landes.

Die Tour führt von Celle aus Richtung Eversen. Auf dem Weg dahin erfährt man einiges über Forstwirtschaft nach dem Brand 1975 oder die frühere Salzgewinnung in der Lüneburger Heide. Immer wieder hält der Bus für eine Kurz-Exkursion in die Landschaft. Bei der Heidschnuckenherde in Eversen wünscht sich der eine oder andere Fahrgast ein Heidschnuckenbock zu sein. Denn Hannes, der früher Polsterer und Opernsänger war, erklärt: „Auf sechzig Muttern kommt ein Bock!" Ein Raunen geht durch den Bus. Doch als er zu bedenken gibt, dass neunundfünfzig Böcke dafür im Kochtopf gelandet sind, ist bei den meisten der Wunsch nach einem Leben als umschwärmter Bock schon wieder verflogen.

Die Tour führt an verschiedenen Sehenswürdigkeiten vorbei bis zum bekannten Lönsstein in der Heide bei Willighausen - dem bekanntesten Touristenziel der Gegend. „Ohne Hermann Löns wäre Tourismus in der Heide gar nicht denkbar gewesen." erzählt er und kann im gleichen Atemzug und mit lachenden Augen noch eine Anekdote über des Schriftstellers Treiben in seiner Heimat zum Besten geben.

Typisch Südheide:
Ausgebauter Schafstall

bei Habighorst.

 

 

Während er per Bus die verschiedenen Stationen anfahren lässt, erzählt er aus seiner Kindheit, vom Torf backen, Äpfelklauen und Heu einbringen und ist bald kein unnahbarer Fremder mehr. „Wenn sich die Leute mit mir identifizieren können, hat man es viel leichter", sagt Rominger.

In ein paar Wochen blühen sie wieder: Die Heideflächen in der Nähe des Lönssteins bei Willighausen.

Über das rumpelnde Kopfsteinpflaster des alten Heidedorfes Müden, mit Blick auf die Laurentiuskirche, geht es weiter zum Parkplatz inmitten der Wachholderheide in Oberohe. Dort gilt es, den informativen Kieselgur-Rundwanderweg per pedes zu erkunden. Den für viele selbstverständlichen Anblick der blühenden Heide im August und September kann Hannes mit seinem fundiertem Fachwissen schnell erläutern: „Alles was heute Heide ist, ist Idylle von Menschenhand. Wenn die Heidschnucken nicht die Heide abfressen und man nicht mähen oder abflämmen würde, wäre es in fünfzehn Jahren wieder Buschland." Die Busfahrt endet nach der Besichtigung der Gedenkstätte in Eschede im Waldcafe Ponyhof. Der Tag klingt mit Kaffeetrinken, Kutschfahrt oder der Möglichkeit zu grillen um etwa 17 Uhr auf dem Hof aus. Selbstverständlich steht Hannes in dieser Zeit seinen Gästen als Unterhalter, Grillmeister und Kutscher zur Verfügung.

Waldcafé Ponyhof
Gruppenprogramm
für 12 bis 80 Personen

Wir freuen uns auf Ihren Besuch
zum
Mittagessen
Kaffeetrinken
Abendessen

Weiter bieten wir Ihnen
rustikale
Familienfeste
Vereinsfeiern
Betriebsfeiern
Kutschfahrten

Das Waldcafé Ponyhof liegt 12 km nördl. von Celle direkt an der B 191 Einfahrt Burghorn.

Kutsche
Kutschfahrten - Schäferparty Busbegleitung

Waldcafé-Ponyhof

  Burghorner Weg 1 - 29359 Habighorst - Tel.: 0 51 42 / 12 52 - Fax: 0 51 42 / 44 85